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„Denn der Tod ist der Lohn der Sünde“ – Römer 6,23
Aus dem Alten Testament geht deutlich hervor, dass Sünde tötet. Der
Prophet Hesekiel hat das folgendermassen auf den Punkt gebracht:
Die Seele, welche sündigt, die soll sterben! - Hesekiel 18,20.

Dieses Gesetz des geistlichen Todes – und damit des Verlustes der
Gottesnähe – durch Sünde zieht sich vom Sündenfall bis Maleachi
durch das ganze Alte Testament und wird erst im Neuen Testament
aufgelöst.
Bei manchen Sünden sah das Gesetz dann noch die Illustrierung des
geistlichen Prinzips durch den körperlichen Tod vor: Sünder
gesteinigt, verbrannt und auf andere Weisen zu Tode gebracht – je
nachdem, bei was für einer Sünde man erwischt wurde.

Nun sieht es ja im Neuen Testament zunächst einmal etwas anders aus.
In Christus sind wir befreit vom Gesetz des Todes (Römer 8,2),
und auf Sünde folgt nicht unmittelbar der geistliche Tod.
Durch die Wiedergeburt, etwas das man sich im Alten Testament gar nicht
vorstellen konnte, haben wir ganz andere Voraussetzungen und überdies auch noch die Möglichkeit,
durch die Gnade und Vergebung Jesu immer wieder von Sünde und Schuld befreit zu werden.
Im 1.Johannesbrief heisst es ja sogar, dass wir durch unser Leben im Lichte Gottes von Sünde befreit
werden: Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft
miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. - 1.Johannes 1,71
Also kann man in Christus leben und in seinem Licht wandeln und dennoch Sünde haben.
Also tötet Sünde nicht direkt zumindest nicht sofort.